Archiv für 3. Herren

Siegburger TV II – PHV III 22:24 (12:11)

Obwohl dieses Spiel von der Dramaturgie her völlig anders lief als das Hinspiel, konnten wir exakt das gleiche Ergebnis erzielen und die Punkte mit nach Hause nehmen.

Die erste Halbzeit zeigte ein munteres Spiel, es ging auf und ab, allerdings wurden auf beiden Seiten immer wieder unnötige Ballverluste durch „leichte“ Fehler produziert. Unser Schlussmann Markus half zudem mit guten Paraden kräftig mit, dass sich Siegburg nie absetzen konnte.

Die Führung wechselte, erst war Siegburg bis zum Zwischenstand von 4:3 ein Tor vorne, danach wir mehrfach (6:7; 8:9; 10:11). Da war es schon mehr als ärgerlich, dass wir dann doch mit einem Rückstand in die Kabine gehen mussten.

In der zweiten Hälfte ging es Kopf an Kopf weiter, bis Siegburg fast unbemerkt die Führung von 17:16 auf 19:16 ausbauen konnte. In dieser Phase scheiterten wir mehrfach am Torhüter des Gegners und wurden direkt ausgekontert.

Aber auch wir waren schnell auf den Beinen, fast alle Tore in den letzten zehn Minuten konnten wir durch Gegenstöße erzielen, was bei uns nicht alle Tage vorkommt. Und so wurde mit dem 19:19 das Ergebnis wieder egalisiert.

Danach sorgte Markus mit einigen Glanzparaden dafür, dass der Gegner nun kaum noch zu Treffern kam, wir aber hatten das Laufen für uns entdeckt und konnten weiter die schön gespielten langen Pässe von Markus erlaufen und in Tore ummünzen.

Die offene Manndeckung der Siegburger in den letzten Minuten nahmen wir dann dankbar an und kamen zu weiteren Treffern. Leider waren wir dann jeweils in der Abwehr nicht mehr sonderlich konzentriert, sodass Siegburg immer wieder auf ein Tor herankam.

Schlussendlich reichte es aber für uns und wir konnten wichtige Punkte im Abstiegskampf einsacken, zumindest Siegburg läge bei Punktegleichheit in der Abschlusstabelle aufgrund des direkten Vergleichs hinter uns.

Fazit:

Die Mannschaft hat in diesem Spiel gute Moral bewiesen und auch bei drei Toren Rückstand zehn Minuten vor dem Ende nicht aufgegeben. Dies wurde dann auch belohnt.

Benny, der uns prima verstärkt hat, sorgte für die nötige Ruhe auf dem Platz, zeigte gute Übersicht in der Schlussphase, als er die offene Manndeckung teilweise alleine durchlief und verwandelte alle (3) Siebenmeter sicher.

Aber in diesem Spiel hatten alle Akteure einen guten Tag erwischt, zeigten sich lauffreudig und gingen schön in die Lücken. Arp konnte endlich wieder vom Kreis punkten und holte auch die Siebenmeter heraus, Thomas zeigte schöne Anspiele von Außen an den Kreis und wurde auch mit seinem ersten Saisontor belohnt, und der bärenstarke Andy Engels wurde mit sechs Toren, davon vier Kontertreffern, bester Torschütze. Wenn dieser Trend anhält, ist auch gegen unseren nächsten Gegner aus Lülsdorf-Ranzel einiges drin.

Für den PHV spielten:

Joachim Arp (1), Markus Brockmann (T), Andreas Engels (6), Stephan Gorny, Benjamin Hommertgen (3 + 3 7m), Peter Karbaum, Klaus Lang (1), Jens Matthey (5), Thomas Schiller (1), Daniel von Laufenberg (4).

Marc Labonté

 

Die Dritte wünscht “Frohe Weihnachten”

 

Zum Glück hat unser Druide rechtzeitig das Rezept für den Zaubertrank wiedergefunden. Damit kann die Rückrunde kommen. Trotzdem wünschen wir allen Gegnern ein geruhsames Weihnachtsfest und ein schönes und erfolgreiches 2012 – ihr müsst ja nur noch einmal gegen uns antreten.

Die besten Wünsche gelten natürlich auch dem Verein und allen Teams des PHV. Wir wünschen euch viele Siege und wenige Verletzungen!

Eure Dritte

VfB Schleiden I – PHV III 15:16 (3:7)

Vor allem das Halbzeitergebnis lässt den handballkundigen Leser unmittelbar erkennen, dass an dieser Stelle über ein zähes und tempoarmes Spiel berichtet wird.

Wobei wir alle Vorgaben bis Mitte der zweiten Hälfte durchaus erfüllt haben: in der Abwehr kompakt stehen und vorne lange und geduldige Angriffe spielen.

Unser Torhüter Markus war zudem bestens aufgelegt und konnte immer wieder die Würfe auf’s Tor, die unsere Abwehr zuließ, entschärfen. Da war das dritte Tor des Gegners mit dem Halbzeitpfiff schon ärgerlich.

In der Kabine war uns dann aber klar, dass die zweite Hälfte anders laufen und Schleiden mit neuer Motivation den Anschluss suchen würde.

Zunächst lief das Spiel aber unverändert weiter und wir konnten beim 5:11 unseren Vorsprung bis auf sechs Tore ausbauen. Dann aber kam Verkrampfung auf, Schleiden traf nun besser und konnte kurz vor dem Ende mit dem 15:15 erstmals ausgleichen.

Aufgrund einer Zeitstrafe mussten wir die letzten Minuten in Unterzahl bestehen und uns gegen eine offene Manndeckung durchsetzen. Andy L. traf zum Glück noch einmal das Tor und Markus hatte seine stärkste Phase: zunächst konnte er einen Strafwurf abwehren, kurz darauf auch noch einen Konter des Gegners, der frei und unbedrängt aus sechs Metern zum Wurf kam.

Fazit:

Dieses Spiel hat Nerven gekostet und hinterlässt bei einigen Akteuren sicherlich auch das ein oder andere graue Haar. Nach fünfundvierzig Minuten „Herumdümpeln“ mit ungefährdeter Führung ist es dann aber auch nicht sehr leicht, einem nun aufkommenden Gegner Paroli zu bieten.

Von daher deutet dieser zum Ende dann etwas glückliche Sieg an, dass die Mannschaft sich über die letzten Wochen gefunden hat und nun in der Lage sein sollte, Einstellung und Selbstvertrauen mit in die nächsten Spiele zu nehmen.

Für den PHV spielten:

Markus Brockmann (T), Jürgen Brück, Andreas Engels, Walter Goerge (4 + 1 7m), ), Klaus Lang (1. Spiel für den PHV, Willkommen im Team), Andreas Lucht (4), Jens Matthey (2), Frederik Schäl, Thomas Schiller, Sven Thorwirth (1), Gregor von Borstel (4)

Marc Labonté

 

PHV III – RW Merl I 13:17 (6:8)

Bis zum 4:4 nach etwa zwanzig Minuten konnten wir das Spiel offen halten. Auf beiden Seiten wurde viel experimentiert, Tore waren eine Seltenheit. Erfreulich war, dass wir den ungeschlagenen Tabellenführer mit zäher Abwehrarbeit beeindruckten, leider gelang diesem dies umgekehrt vor allem durch die sehr gut aufgelegten Torhüter genauso.

Mit dem 6:8 Pausenstand war dann noch alles möglich und wir konnten zunächst auch noch ein Tor nachlegen, um dann unsere berühmte Auszeit in der zweiten Hälfte zu nehmen und Merl mit 7:12 davonziehen zu lassen.

Gegen Ende steigerten wir uns dann wieder, standen in der Abwehr kompakt und trafen immer wieder einmal das gegnerische Tor. Dass es zu mehr nicht gereicht hat, war wieder einmal unserer Trefferquote geschuldet, wobei diesmal durchaus sehenswerte Würfe durch die gegnerischen Torhüter entschärft wurden.

Nur „Urgestein“ Christoph hatte die Ruhe und Übersicht, sich bei seinen Würfen sowohl Abwehr als auch Torhüter auszugucken und ging so mit fünf Treffern als Torkanone vom Platz.

Fazit:

Positiv zu bemerken ist, dass die Mannschaft nach dem Spiel das Gefühl hatte, dass man hier durchaus für eine Überraschung hätte sorgen können. Nach wie vor müssen wir unser Angriffspiel verbessern und insbesondere lernen, durch mehr Bewegung und Positionswechsel im Rückraum den Druck auf die gegnerische Abwehr zu verstärken.

Für den PHV spielten:

Joachim Arp, Markus Brockmann (T), Jürgen Brück, Sven Frankemoelle, Walter Goerge (3), Stephan Gorny, Jens Matthey (3), Frederik Schäl, Sven Thorwirth, Gregor von Borstel (2), Christoph Wegener (4 + 1 7m)

Marc Labonté

 

Kaller SC II – PHV III 25:19 (14:7)

In Führung waren wir auch einmal! Nach dem ersten Angriff stand es 1:0 für uns und wir hatten die Hoffnung, heute eine bessere Trefferquote zu erreichen als in den Spielen zuvor.

Leider sollte sich dies nicht erfüllen, der durchaus schlagbare Gegner spielte mit Ruhe und Geduld seine Angriffe herunter und setzte sich zunächst mit drei Toren zum 4:1 ab. Nach einigen verlorenen Bällen auf beiden Seiten kamen wir noch einmal auf 5:4 heran, nachdem Jürgen – sehr zur Freude des Trainers – den Arp am Kreis von rechtsaußen mustergültig bedient hatte.

Dann aber ging die Konzentration wieder verloren, in dieser Phase bekamen wir immer wieder Gegentore durch verdeckte Würfe von halblinks eingeschenkt und Kall zog auf 12:5 davon. Mit 14:7 ging es dann in die Kabine.

Nach der Pause ließen wir den Gegner wieder etwas davonziehen, bis wir dann beim 21:11 „ernst“ machten. Mit nun guter Trefferquote und konzentrierter Abwehrarbeit konnten wir die letzte Viertelstunde mit 4:8 für uns entscheiden und die Niederlage einigermassen in Grenzen halten.

Fazit:

Nach wie vor ist die schlechte Trefferquote Garant für Niederlagen. Die Abwehr steht überwiegend gut und konzentriert, wobei auch hier immer wieder Schwächeperioden den Gegner zu Toren einladen.

Dass Handball bei uns Kopfsache ist sieht man daran, dass wir in diesem Spiel die erste Hälfte mit sieben Toren abgegeben haben, die zweite Halbzeit dann gegen einen nicht nachlassenden Gegner mit einem Tor für uns entscheiden konnten.

Für den PHV spielten:

Joachim Arp (2), Markus Brockmann (T), Jürgen Brück, Andreas Engels (1), Walter Goerge (4), Andreas Lucht (6), Jens Matthey (2), Frederik Schäl (1. Spiel für den PHV, Willkommen im Team), Daniel von Laufenberg (1 + 2 7m), Christoph Wegener (1)

Marc Labonté

 

Lülsdorf-Ranzel I – PHV III 28:24 (13:11)

Gegen LüRa konnten wir das Spiel lange offen halten und lieferten uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Zunächst verschliefen wir die ersten Minuten, schnell stand es 2:0 für den Gegner bis wir uns daran erinnerten, dass wir auch Tore werfen und insbesondere in der Abwehr zupacken dürfen.

Sven markierte unsere ersten beiden Treffer, Andy konterte dann zum Zwischenstand von 3:3. Ab dann war LüRa immer mal ein Tor vorne, was wir aber über die Spielstände 6:6 bis 9:9 jeweils ausgleichen konnten. Besonders konzentriert gingen wir zu Werke, als wir zwischenzeitlich durch eine Zweiminutenstrafe in Unterzahl gerieten, uns aber kein Tor fingen und dafür selbst treffen konnten.

Zum Ende der ersten Hälfte fehlten dann ein wenig Kraft und Konzentration, wir ließen zuviele Anspiele an den Kreis zu und trafen in dieser Phase nicht mehr so zuverlässig das gegnerische Tor. Dazu kamen jetzt viele Zeitstrafen, minutenlang spielten wir mit fünf, teilweise nur vier Feldspielern. So konnte LüRa mit einem verwandelten Siebenmeter und zwei Toren Vorsprung in die Pause gehen.

Danach das gleiche Bild: der Gegner mit ein bis zwei Toren vorne, ohne sich jedoch entscheidend absetzen zu können. Mit 17:17 konnte dann erstmals wieder der Gleichstand herbeigeführt werden. Der stellte sich bis zum 20:20 dann nach jedem Gegentor wieder ein, mehrfach hatten wir in dieser Phase die Chance, auch einmal selbst in Führung zu gehen.

Leider gelang uns dies aber nicht; wer weiß, ob in diesem Fall die junge gegnerische Mannschaft nicht unsicher geworden wäre.

Dann aber kamen wieder vereinzelt Konzentrationsmängel und leichtfertig abgegebene Bälle auf, sodass LüRa sich kurz vor dem Ende dann doch vorentscheidend mit dem 24:21 absetzen konnte.

Fazit:

So langsam kommen wir besser in Fahrt, erfolgbringende Ansätze werden im Spielverlauf immer sichtbarer und selbstverständlicher. Für die ganz große Überraschung fehlt aber noch die Kontinuität, auch im Abwehrbereich wechseln sich Sonne und Schatten ständig ab.

Wieder einmal ist der Erfolg auf alle Schultern verteilt, lediglich Andy mit seinen acht Treffern ragt da etwas hinaus.

Jan hat uns mit sehr guten Paraden und einigen schön eingeleiteten Kontern prima im Spiel gehalten und vor allem auch die Abwehr zutreffend zusammengestaucht, wenn sie wieder einmal zu offensiv agierte und die Lücken immer größer wurden.

Für den PHV spielten:

Joachim Arp, Jürgen Brück, Sven Frankemoelle (4), Walter Goerge (3), Peter Karbaum (1), Andreas Lucht (8), Jens Matthey (1 / 1 7m), Jan Soenksen (T), Daniel von Laufenberg (1 / 1), Christoph Wegener (3 / 1)

Marc Labonté

 

Endlich! PHV III – Siegburger TV II 24:22 (15:11)

Mit dem Anpfiff entwickelte sich ein flottes, ausgeglichenes Spiel mit Toren, aber auch einigen Fehlern auf beiden Seiten. Beim Stand von 2:2 konnten wir eine kleine Serie hinlegen, darunter auch mit zwei Kontertoren zum 6:2 etwas Abstand zum Gegner schaffen.

Kurz vor Ende der ersten Spielhälfte konnte mit dem 15:9 die höchste Führung erzielt werden, leider schafften wir es dann aber nicht, den Vorsprung mit in die Kabine zu nehmen, sondern mussten aufgrund einiger Abspielfehler das 15:11 als Halbzeitergebnis hinnehmen.

Nach dem Wechsel ging es dann wieder Kopf an Kopf mit Toren auf beiden Seiten weiter, wir ließen aber diesmal nichts anbrennen und konnten auf Gegentore jeweils mit eigenen Treffern antworten. So zog sich das Spiel über 17:13 bis zum 20:16 dahin.

Danach kam unsere berühmte Schwächephase, vielfach wurde ohne große Vorbereitung der riskante Pass gespielt, zum Glück konnten die Siegburger diese Einladungen zum Konter meist nicht annehmen, dazu glänzte Markus mit einigen wichtigen Paraden.

Dennoch verspielten wir einen Teil des Vorsprungs und beim 20:18 witterten die Gegner noch einmal ihre Chance. Aber diesmal waren wir deutlich stärker im Abschluss als in den vorangegangenen Spielen, konnten dagegen halten und den Vier-Tore-Vorsprung wiederherstellen (22:18).

In den letzten zehn Minuten kam dann ansatzweise die Angst vor der eigenen Courage, sprich:vor dem Sieg auf. Mit dem 23:21 kamen die Siegburger noch einmal heran. Leider waren wir in dieser Phase nicht gewitzt genug, nun lange, ruhige Angriffe zu spielen. Denn wer den Ball hat, kann sich schließlich kein Gegentor fangen.

Dies gelang erst nach massiven Interventionen von der Bank und wir konnten den ersten Saisonsieg dann doch ohne großes Zittern nach Hause holen.

Fazit:

Mit einer Trefferquote im „normalen“ Bereich sind wir dann auch – im Gegensatz zu den ersten beiden Spielen mit unterirdischer Quote – in der Lage, zu gewinnen. Dass nahezu jeder Spieler sich in die Torschützenliste eintragen konnte, spricht für eine geschlossene Mannschaftsleistung und macht uns wenig berechenbar.

Diesmal wurde auch im Rückraum der nötige Druck erzeugt, sodass wir einige Male sehenswert bis zum Außenspieler abräumen konnten, der dann das Tor erzielte. Aber auch aus der zweiten Reihe wurden in entscheidenden Phasen die Treffer gesetzt.

Unser Neuzugang Martin hat sich stark präsentiert und von Linksaußen für Wirbel gesorgt, insbesondere in der Anfangsphase, als Siegburg mit einem Vorgezogenen in der Abwehr stand. Gregor konnte in seinem zweiten Spiel wiederum drei Tore erzielen und ist bereits eine feste Größe im Team.

Steigern müssen wir uns bei den Kreis-Anspielen und in der Trefferquote bei Siebenmetern, bislang konnten wir von sechs für uns gegebenen Strafwürfen lediglich einen verwandeln, zweimal wurde wegen Fußfehlers abgepfiffen.

Für den PHV spielten:

Joachim Arp, Martin Bambauer (3, 1. Spiel für den PHV, Willkommen im Team), Markus Brockmann (T), Andreas Engels (4), Walter Goerge (1), Stephan Gorny (1), Andreas Lucht (5), Jens Matthey (4), Thomas Schiller, Sven Thorwirth (1), Gregor von Borstel (3), Daniel von Laufenberg (2)

Marc Labonté

 

FC Hennef I – PHV III 18:11 (8:5)

Die Ausgangssituation:
Trainingshalle seit Monaten kaputt, Ausweichtermin am Freitagabend, zu dem viele nicht kommen können, unzureichende Saisonvorbereitung. So stellt sich die Situation zu Saisonbeginn dar, dementsprechend lief nun auch das zweite Spiel.

Das Spiel:
Gegen einen harmlosen Gastgeber, der insbesondere unserem Rückraum viel Platz ließ, konnten wir wieder einmal unsere Torchancen nicht in Treffer ummünzen. Lediglich fünf Tore in der ersten und sechs Tore in der zweiten Halbzeit sind der Beleg für eine durchgehend mangelhafte Quote. Insgesamt zeigt die Mannschaft zuviel Verunsicherung und Verkrampfung. Wenn, wie auch diesmal, die ersten hochkarätigen Chancen nicht genutzt werden und auch der erste Siebenmeter nicht das Tor findet, ist deutlich zu erkennen, dass die Schultern der einzelnen Spieler nach unten sacken.

Auch in der Abwehr wird dann zunehmende Zurückhaltung an den Tag gelegt, die durch die Hennefer Spieler zu Toren genutzt werden konnte.

Eine kurze Phase der Hoffnung in der zweiten Halbzeit, in der wir von 11:5 auf 12:9 verkürzen konnten, wurde abgelöst durch eine Phase der Ballverluste und verworfenen Bälle, in der unser Gegner dann wieder auf 16:9 spielentscheidend davonziehen konnte.

Fazit:
Momentan läuft wenig zusammen, neben völlig unnötigen Ballverlusten durch Abspielfehler verwundert insbesondere die Tatsache, dass entgegen aller Ansagen von allen Spielern fast durchgehend das kurze Eck anvisiert wird, in dem der gegnerische Torwart gemütlich die Bälle herausfischen kann. Dazu kam diesmal, dass durch zu viele Spielzugansagen das freie Spiel fast völlig zum Erliegen kam.

Lichtblick war neben der im Vergleich zum Auftaktspiel etwas größeren mannschaftlichen Geschlossenheit die Tatsache, dass sich Gregor einige Male schön durchsetzen konnte und seine ersten drei Tore für unser Team erzielte.

Dennoch bleibt viel zu tun und vor allem zu hoffen, dass die Trainingsbeteiligung sich deutlich steigert, denn viele der unbedingt notwendigen Übungen können nur bei ausreichender Anzahl von Spielern effektiv durchgeführt werden.

Für den PHV spielten:
Joachim Arp, Markus Brockmann (T), Jürgen Brück, Sven Frankemoelle (2), Walter Goerge (2), Andreas Lucht (3), Jens Matthey, Thomas Schiller, Sven Thorwirth, Gregor von Borstel (3), Christoph Wegener (1 7m)

Marc Labonté

 

PHV III – Kreuzweingarten I 7:24 (3:13) – so lief das Spiel

Dieser Saisonstart ging gründlich in die Hose. Erstmalig spielten wir gegen Kreuzweingarten, eine gerade aus der A-Jugend in den Seniorenbereich gewechselten Truppe. Der geschätzte durchschnittliche Altersunterschied zu unseren Ungunsten lag bei 15 Jahren.

Aus den Jugendzeiten hatte Kreuzweingarten die sehr offensive Deckung beibehalten, die beiden Abwehrspieler auf den Halbpositionen standen etwa neun Meter vor dem Tor, der vorgezogene Mittelmann mit zehn bis elf Metern Distanz zum eigenen Keeper.

Dies führte dazu, dass wir uns in der Rückraum-Mitte teilweise bis zur Mittellinie zurückziehen mussten, um anspielbar zu bleiben. Die Angriffsspieler auf den Halbpositionen „verhungerten“, da kaum ein Ball in den Lauf gespielt werden konnte.

So waren wir durchgehend gezwungen in 1:1-Situationen zu versuchen, den Gegner zu überwinden. Dies scheiterte dann allerdings an der sehr schnellen und leichtfüßigen Abwehr, beim Versuch, diagonal durch die scheunentorgroßen Lücken zu stoßen wurden wir immer wieder festgemacht, oder der Ball wurde uns beim Prellversuch weggeschlagen und landete beim Gegner.

Jeder Ballverlust mündete in einen schnellen Konter der Kreuzweingartener, die etwa zwei Drittel ihrer Tore hierdurch erzielten.

Unser Vorhaben, lange Angriffe zu spielen um damit den Gegner aus der Reserve zu locken und Lücken zu schaffen, wurde oftmals nicht umgesetzt, denn die Lücken waren ja durchgehend da und deutlich sichtbar!

So wurde mal um mal der Ball verloren, wenige Aktionen konnten mit einem Torwurf abgeschlossen werden. Wobei dann auch bei sogenannten Hundertprozentigen die beiden guten Torhüter des Gegners ein ums andere mal den Ball noch aus dem Winkel fischen und zudem noch die drei uns zugesprochenen Siebenmeter halten konnten.

Somit war die erste Saisonniederlage zwangsläufig, wir fanden einfach kein Mittel gegen die uns in Sachen Antrittsschnelligkeit deutlich überlegenen Gegner. Vielleicht sieht’s im Rückspiel anders aus, da wir diesmal insbesondere auf zwei unserer schnelleren Spieler verzichten mussten.

Für den PHV spielten:

Joachim Arp (1), Jürgen Brück, Andreas Engels, Sven Frankemoelle (3), Walter Goerge (2), Peter Karbaum, Jens Matthey (1), Christopher Tetz (T), Sven Thorwirth, Gregor von Borstel (1. Spiel für den PHV, Willkommen im Team), Christoph Wegener

Marc Labonté

 

Elf Kerle sollt ihr sein!

Häufig werde ich von unseren zahllosen Fans und manchmal auch vor der Presse gefragt „Sag mal, Jürgen,“ werde ich gefragt, „warum nennt ihr euch eigentlich die Murmeltiere?“ Ich antworte dann immer. „Weil wir so aufgeweckte Kerle sind:“ Damit das mal klar ist!

Wenn man nun so einen Kerl samstags in aller Herrgottsfrühe – sagen wir einmal 15:30 Uhr – aus dem Bett wirft, ist der natürlich noch ein wenig duselig in der Birne. Das liegt sozusagen in der Natur des Kerls, ist genetisch programmiert. Da macht man nichts. In einer solchen Situation ist es also angeraten, sich sofort wieder ins Bett zu begeben und einen kleinen und erholsamen Mittagsschlaf anzufügen. Das hilft für gewöhnlich, die lange Zeit bis zur Nachtruhe sinnvoll zu überbrücken.

Und genau da kommt der Handball ins Spiel. Ist nämlich bei der Spielansetzung der Biorhythmus des gemeinen Kerls und Murmeltiers nicht bedacht worden, wird er seinen verlorenen Schlaf nötigenfalls auch auf dem Spielfeld nachholen.

So erging es allen Murmeltieren bei ihrem Saisonauftakt (mit Ausnahme von Christopher Tetz, der hellwach im Tor stand und Schlimmeres verhinderte) gegen Kreuzweingarten. Ein Heimspiel gegen eine blutjunge Mannschaft, die ihr erstes Jahr bei den Senioren bestreitet – das musste doch zu gewinnen sein, dachten wir. Bis zum Spielstand von 2:2 gab uns das Ergebnis uns auch durchaus Recht. In der Folgezeit spielten wir allerdings vereinzelte Fehlpässe und Kreuzweingarten lief vereinzelte Kontor, sodass zur Pause ein Ergebnis von 3:13 auf der Anzeigetafel zu lesen war.

Der Rest ist schnell erzählt: Die zweite Hälfte endete 4:14 und so mussten wir und am Ende der Jugend geschlagen geben. Aber schön geschlafen, das haben wir.

Jürgen Brück